Daten

ungerdüre
Beginn: 05.09.2010, 20:30
Ort: Olten Flügelrad, 079 704 07 47, info@salmen-olten.ch

Strohmann-Kauz' Spezial
Beginn: 13.09.2010, 09:00
Ort: Alte Oele Thun Tag der Kleinkunst

Strohmann-Kauz' Spezial
Beginn: 13.09.2010, 10:00
Ort: Alte Oele Thun Tag der Kleinkunst


weitere ...

Booking

Hoireka
Künstleragentur
Allmendstrasse 24
3014 Bern
Telefon 031 332 43 55

agentur@hoireka.ch
www.hoireka.ch

Waidmannsheil! Drucken

Zum Schiessen, humorig und makaber, very british und von rührender Komik.

weidmannsheil

Schweizer Premiere
12./13. November 2010, 20.15 Uhr
Theaterstudio Olten
www.theaterstudio.ch

Das neue Stück des bernerischen Duos aus Olten (oder umgekehrt) Strohmann-Kauz ist zum Schießen, humorig und makaber, very british und von rührender Komik. Natürlich nicht ohne politische und gesellschaftliche Aktualitäten ins Visier zu nehmen.

Eine Farce von Susanne Hinkelbein mit Strohmann-Kauz.

Regie: Graziella Rossi und Helmut Vogel.
Spiel: Matthias Kunz und Rhaban Straumann.
KoProduktion: Theaterstudio Olten und La Cappella Bern.

Es ist ein friedlicher Herbstnachmittag. Liebliche Landschaft mit Feld, Wald und Wiesen. Vöglein zwitschern im Geäst, Kletterer versuchen sich an einem nahen Felszacken, friedlich äsen Rehe auf der Lichtung. Zufriedene Wildschweine warten im Wald auf die Abenddämmerung. Zwei Jäger sitzen auf einem Hochsitz am Waldrand. Doch was tun, wenn den ganzen Tag kein Schwein zum Abschuss vorbeikommt? Für sie hat diese Landschaft ein anderes Gesicht. Und ihre schwarzen Phantasien nehmen im Zwielicht der Dämmerung Gestalt an... Sie lästern, dass der Hochsitz wackelt. Ab und zu singen sie ganz zart ein Lied. Die beiden schießbereiten Nörgler Gustav und Rudolf warten: Keine Sau in Sicht, nur Menschen und makabre Gedanken.

Stück und Autorin
Zu Beginn und am Ende des Stücks kracht jeweils ein Schuss. Wer davon und von den 15 Schüssen dazwischen auf der Strecke bleibt, darüber ließe sich trefflich spekulieren. Sicher indes ist: die romantische Idylle vom edlen Waidwerk im tiefen Wald ist dahin.?In der nur ihr eigenen Mischung aus Komik à la Valentin, Tragik à la Kafka und aus einer ureigenen Weltanschauung führt uns die Autorin durchs Gesträuch und Dickicht herbstbunter Wälder nicht nur ins Unterholz, sondern auch ins Unterbewusstsein der Jägerseele, der Menschenseele. Der Anstand, womit die beiden Protagonisten Gustav & Rudolf auf demselben sitzen, blättert ebenso rasch ab wie das die Bäume ringsum tun. Die beiden reden über Gott, die Welt und ihre Gegenteile, kommen vom Hundertsten zum Tausendsten, kreisen dabei aber doch nur um ihr eigentliches Credo: „Solang do usse no irgend öppis läbt, usser dir, solang do no irgend öppis läbt, bisch du immer au e Gjagte.“ Die Welt außerhalb des Hochsitzes ist voller Neid, Missgunst, Verrat und Gemeinheit. Naturgemäß lautet dann auch die ständige Devise „Lauern und Sichern nach allen Seiten“. Und so entsteht ein grauenhaft gemütlicher Kosmos, aus dessen finsteren Abgründen überaus erhellende Erkenntnisse sich ergeben, je länger Gustav & Rudolf sich waidwund reden. Die Autorin nennt ihr Stück "Eine kleine Farce". Das Publikum erwidert: "Waidmannsdank"